Klavierklima
Ein wichtiges Thema in unseren Breiten vor allem in der Heizperiode, hier gehen die Luftfeuchtewerte in beheizten Räumen auf bis zu 20 % zurück, was zu kapitalen Schäden am Holz durch übermäßige Austrocknung führen kann. Auch leidet die Stimmung, da der gewölbte Resonanzboden "arbeitet" und die Spannung und damit die Tonhöhe der Saiten verändert, die Regulation der (Holz)mechanik verändert sich, auch der Filz der Hämmer reagiert und verändert somit den Klang des Instrumentes.
Über längere Zeit können Risse im Resonanzbodenholz durch die saisonalen Klimaschwankungen und das dementsprechende ständige Arbeiten des Holzes entstehen.
Die Hersteller fordern für sie sichere 50 - 70 % relative Luftfeuchte, die im Winter mit realistischer Befeuchtung kaum zu erreichen sind. Bei sehr kalten Außentemperaturen besteht bei zu intensiver Befeuchtung das Risiko der Schimmelbildung an den Wänden, da hier bei schlechter Isolation der Wände Feuchtigkeit kondensieren kann. Ich meine, wenn man im Winter ca. 40% erreichen und halten kann, was schon oft schwer genug ist, ist man in der Regel auf der sicheren Seite.
Fußbodenheizungen sollten dort, wo die Instrumente stehen, unbedingt abgeschaltet werden, da die ausgehende Wärmestrahlung insbesondere bei Flügeln extrem trocknend wirkt.
Prinzipiell gibt es 2 Möglichkeiten der Luftbefeuchtung: Die Befeuchtung des ganzen Raumes und die Befeuchtung innerhalb des Klavieres. Was günstiger ist, sollte vor Ort entschieden werden.
Gerne berate ich Sie vor Ort ausführlich und biete Ihnen die besten und bewährtesten Klimasysteme an. Ich empfehle für die Befeuchtung des ganzen Raumes Venta Luftwäscher und, wo dies nicht möglich ist, den Einbau eines Piano-Live-Savers, eine Weiterentwicklung des überaus bewährten Dampp-Chaser-Systems. Diesen können Sie bei mir erhalten.
Diese Systeme müssen mit akzeptablem Aufwand gewartet werden, was leider oft vergessen wird, dann sind sie hygienisch auch absolut unbedenklich.
Falls Sie diesbezüglich Fragen haben, wenden Sie sich einfach an mich.
